Der Berliner Dom ist das wichtigste Sakralbauwerk der Hauptstadt. Das 116 Meter hohe Bauwerk befindet sich im Berliner Ortsteil Mitte und dominiert hier mit seiner Erscheinung den Norden der Museumsinsel.

Der Dom wurde in den Jahren von 1894 bis 1905 unter der Leitung von Julius Raschdorff errichtet, der sich dabei vom Stil italienischer Kirchen der Hochrenaissance und des Barock inspirieren ließ. Im Laufe der Geschichte hatte es auf der Museumsinsel schon mehrere Kirchenbauten gegeben. Im Mittelalter existierte südlich des heutigen Schlossplatzes eine Dominikanerkirche, die später zur Hofkirche ausgebaut wurde.

Mitte des 18. Jahrhunderts wurde diese Kirche jedoch zunehmend baufällig und schließlich durch Friedrich den Großen abgerissen. Stattdessen wurde eine neue Kirche an jener Stelle errichtet, wo sich heute der Berliner Dom befindet. Diese durch die berühmten preußischen Architekten Knobelsdorff und Schinkel gestaltete Kirche genügten allerdings nach der Reichgründung den Repräsentationsansprüchen des Herrscherhauses nicht mehr und Wilhelm II., der gleichzeitig evangelisches Kirchenoberhaupt war, setzte den Bau eines neuen Doms durch.

Geschichte des Berliner Dom: Von 1905 bis heute

Der Kaiser, der sich – oftmals zum Unwillen des Architekten Raschdorff – in die Bauarbeiten regelmäßig eingemischt hatte, konnte den neuen Berliner Dom im Jahre 1905 schließlich feierlich einweihen. Noch heute ruhen in einer Gruft im Dom viele Mitglieder des Hauses Hohenzollern. Im Zweiten Weltkrieg sorgten Luftangriffe für große Schäden am Bauwerk. Im Mai 1944 schlug eine Bombe direkt in die Kuppel ein und setzte das Tragwerk der Kuppellaterne in Brand, was schließlich zum Einsturz der massiven Laterne und in der Folge zu großen Schäden im Inneren des Domes führte.

Berliner Dom und Fernsehturm

Nachdem diese Schäden Anfang der 50er Jahre notdürftig ausgebessert und die Kuppel provisorisch geflickt worden war, begann man 1975 mit den Restaurierungsarbeiten. Allerdings verfolgte die DDR-Führung damit auch das Ziel, alle Erinnerungen an die ehemalige Verbindung des Bauwerks mit den Hohenzollern auszulöschen. Das Äußere geriet daher auch etwas schlichter als in der ursprünglichen Form. Die Restaurierungsarbeiten im Inneren zogen sich noch bis in die 90er Jahre hin.

Abendmahlgottesdienst, Veranstaltungen und Weihnachten

Im Berliner Dom findet regelmäßig ein Gottesdienst statt. Ein Abendmahlgottesdienst wird jeden Sonntag und an Feiertagen um 10.00 Uhr abgehalten, ein Predigtgottesdienst folgt an diesen Tagen um 18.00 Uhr. Unter der Woche gibt es eine Mittags- und Abendandacht. Auch werden im Dom regelmäßig Konzerte veranstaltet, bei denen unter anderem die historische Sauer-Orgel zum Einsatz kommt. An Weihnachten gibt es im Dom alljährlich Weihnachtsgottesdienste an mehreren Terminen vom 24. bis 26. Dezember.

Adresse: Am Lustgarten 1, 10178 Berlin Mitte ✖ Web: http://www.berlinerdom.de/
Öffnungszeiten: Mo – Sa 09:00 – 19:00 Uhr, So:  12:00 – 19:00 Uhr
✖ Eintritt: 7,00 €, Ermäßigt: 4,00€ und Audioguide: 3,00 €, bis zu 3 Kinder unter 18 Jahre frei.

Den Checkpoint Charlie sollte man bei einem Besuch in der Hauptstadt unbedingt gesehen. Dies war nämlich der bekannteste Grenzübergang zwischen Ost- und Westberlin zu Zeiten des kalten Krieges – heute ist es wohl eines der meist fotografierten Sehenswürdigkeiten von Touristen in Berlin.

Der weltbekannte Grenzübergang wurde 1990 abgerissen – dass inzwischen vom Original nicht mehr viel übrig ist, interessiert die Wenigsten. Heute ist der ehemalige deutsch – deutsche Grenzübergang in der Friedrichstraße eine beliebte Touristenattraktion. Denn obwohl Nachbauten anstelle der ehemaligen Wachtürme und der militärischen Kontrollpunkte zu finden sind, wächst die Zahl der Besucher aus dem In – und Ausland jährlich.

Checkpoint Charlie im Kalten Krieg

Der wohl bekannteste Grenzübergang, der Ost- und Westdeutschland teilte, wurde von 1945 bis 1990 durch die Amerikaner kontrolliert und durfte nur von einem ausgewählten Personenkreis genutzt werden. Hierzu zählten etwa Mitarbeiter des Militärs, DDR – Funktionäre und Angehörige der DDR- und BRD Vertretung. Kaum an einem anderen Ort war damals die Kälte des Krieges so zu spüren wie am Checkpoint Charlie. Besonders durch zahlreiche Fluchtversuche, die nicht selten tödlich endeten, wurde der Grenzübergang weltweit bekannt.

Checkpoint Charlie Heute

Checkpoint Charlie heute

Nach der Wiedervereinigung wurde der Kontrollpunkt weitestgehend abgebaut und durch zahlreiche Einrichtungen und Bauten ersetzt, die für Urlauber und Interessierte den geschichtsträchtigen Ort anschaulich erklären. Unter anderem kann hier nun wieder eine Kontrollbaracke besichtigt werden, die im Jahr 2000 originalgetreu nachgebaut wurde. Besonders sehenswert ist auch das Mauermuseum.

Museum Haus am Checkpoint Charlie zeigt Objekte, die für die Flucht genutzt wurden und kuriose sowie atemberaubende Fluchtversuche gibt es dort zu besichtigen. Anhand eines Modells wird dem Besucher erklärt, wie die Grenze zur damaligen Zeit gesichert war und eine original Selbstschussanlage ist außerdem ausgestellt. Immer wieder finden Wechselausstellungen mit dem Schwerpunkt Menschenrechte, Freiheit und Demokratie statt.

Mauermuseum neben dem Checkpoint Charlie

In unmittelbarer Nähe rund um den Checkpoint Charlie laden zahlreiche Cafés und Restaurants zum Entspannen ein und einige Straßenhändler zeigen ihre Kunst. Zudem sind fußläufig weitere Sehenswürdigkeiten und interessante Orte vom Checkpoint Charlie aus erreichbar, so beispielsweise das Museum für Kommunikation, das Currywurst-Museum und das Trabi-Museum.

Mauermuseum: Öffnungszeiten & Anfahrt

Mehr tolle Museen und Freizeitideen, findest Du in unserer Rubrik Kultur. Wenn Du einen Trip in die Hauptstadt planst, dann solltest Du diese Berlin Reiseführer im Blick haben.

Adresse zum Checkpoint Charlie:
Friedrichstraße 43-45 in 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Täglich von 9:00 Uhr bis 22:00 Uhr
Parkmöglichkeiten: Schwierig, Anreise mit U – Bahn oder Bus wird empfohlen


Die East-Side-Gallery ist mit einer Gesamtlänge von 1,3 km, die größte Kunstgalerie, die die Welt zu bieten hat. Zu finden ist sie in der deutschen Hauptstadt Berlin, im Stadtteil Friedrichshain, genauer gesagt zwischen Berlin-Ostbahnhof und der Oberbaumbrücke entlang der Spree.

An die 100 Künstler aus aller Welt haben sich in den Jahren 1989 und 1990, mit über einhundert Gemälden, auf dem längsten, an einem Stück erhaltenen Teil, der berühmten Berliner Mauer, verewigt. Es gibt kaum einen anderen Ort, der die elektrisierende Atmosphäre, die Berlin am Tag des Mauerfalls eingenommen hat, besser widerspiegelt, als die East-Side-Gallery. Jeder der einzelnen Künstler wurde von dem großen Ereignis, das die Welt verändert hat, in die Stadt getrieben, um die unterschiedlichsten Gefühle und Gedanken durch die Kunst auszudrücken.

Von abstrakten Bildern bis zum berühmten Bruderkuss

Eine Flut von surrealen Bildern, im Wechsel zwischen politischen Statements und Graffitis, schmücken heute die triste, graue Ostseite der Mauer, die Ost und West Berlin einst voneinander trennte. Die bunten Gemälde geben anhaltend die Stimmung von Freiheit und Versöhnung wieder. Eines der berühmtesten Bilder ist der Bruderkuss zwischen Honecker und Breschnew von Dimitri Vrubels. Auch der Trabant, der scheinbar den Beton durchbricht, von Birgit Kinder ist heute noch ein beliebtes Motiv für Postkarten.

East Side Gallery Berlin

East Side Gallery steht unter Denkmalschutz

Die East Side Gallery ist, durch ihre Lage im Freien, allgegenwärtig ein Opfer von Witterung und mutwilliger Zerstörung. Im Jahr 2009 war der Zustand so schlecht, dass viele Gemälde neu aufgetragen und restauriert wurden. Viele der Künstler reisten dazu erneut in die Hauptstadt und halfen dabei, das Zeugnis der Zeitgeschichte wieder in den ursprünglichen Zustand zu bringen. Im Jahr 2006 fielen 40 Meter Baumaßnahmen zum Opfer. Heutzutage steht die East-Side-Gallery unter Denkmalschutz. Regelmäßige Restaurationsarbeiten sind notwendig, um den Besuchern auch weiter Kunst und Geschichte zu vermitteln.

Adresse & Anfahrt zur Sehenswürdigkeit

✖ Adresse: East Side Gallery, Mühlenstraße in 10243 Berlin ✖ Web: eastsidegallery-berlin.com

Die größte und meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Berlin ist der Reichstag. Und nicht nur in Berlin, der Reichstag ist das am meisten besuchte Parlamentsgebäude der Welt. Bis zum Jahr 2012 pilgerten jährlich etwa drei Millionen Besucher und Touristen nach Berlin, um sich diese Sehenswürdigkeit anzusehen. Weiterlesen

Der Berliner Fernsehturm gehört neben dem Reichstag, dem Brandenburger Tor und der Siegessäule zu den bekanntesten Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt. Mit seinen 368 Metern Höhe thront er eindrucksvoll über den umliegenden Bauten und ist bei Tag und Nacht bereits von weit her zu sehen. Seine wahren Dimensionen offenbaren sich vor allem beim Verlassen des Bahnhofs Alexanderplatz, an dessen Südausgang der gewaltige Betonfuß des Turmes aus dem Boden entspringt.

Auferstanden aus Ruinen: Ein Relikt der DDR

Der Fernsehturm, auch als „Fernmeldeturm 32“  bekannt, ist ein Erbe der untergegangenen DDR. Als Prestigeobjekt zur Versorgung der DDR mit flächendeckendem Fernsehempfang gedacht, begannen die Bauarbeiten am Turm im Sommer 1965. Endgültig in Betrieb genommen werden konnte der Turm im Oktober 1969. Zwar waren die Bauarbeiten somit zügig voran geschritten, doch hatte der Turm am Ende mit knapp 100 Millionen DDR-Mark etwa dreimal so viel gekostet wie ursprünglich veranschlagt.

Fernsehturm Berlin

Nach der Wende wurde die Zukunft des Turms kontrovers diskutiert. Mitunter wurde sogar ein Abriss gefordert, da der Turm viele Menschen an das SED-Regime erinnerte. Andere sahen in ihm dagegen schlicht einen technische Meisterleistung oder einen wichtigen Bestandteil der deutschen Geschichte. Schließlich wurde der Fernsehturm erhalten und unter Denkmalschutz gestellt. Die Telekom übernahm den Turm und ließ ihn in den 90er Jahren aufwändig modernisieren.

Bar und Restaurant im Berliner Fernsehturm

Heute ist der Fernsehturm ein beliebter Anziehungspunkt für den Hauptstadttourismus. Seine Aussichtsplattform zieht in jedem Jahr unzählige Besucher an und erlaubt einen unvergesslichen Blick auf Berlin. Zudem gibt es in der Kuppel eine Bar und ein Restaurant, das sich einmal in der Stunde um die Turmachse dreht. Wer den Ausblick vom Fernsehturm erleben möchte, muss jedoch mitunter lange Wartezeiten am Kartenschalter in Kauf nehmen.

Adresse & Anfahrt