Der Berliner Fernsehturm gehört neben dem Reichstag, dem Brandenburger Tor und der Siegessäule zu den bekanntesten Wahrzeichen der deutschen Hauptstadt. Mit seinen 368 Metern Höhe thront er eindrucksvoll über den umliegenden Bauten und ist bei Tag und Nacht bereits von weit her zu sehen. Seine wahren Dimensionen offenbaren sich vor allem beim Verlassen des Bahnhofs Alexanderplatz, an dessen Südausgang der gewaltige Betonfuß des Turmes aus dem Boden entspringt.

Auferstanden aus Ruinen: Ein Relikt der DDR

Der Fernsehturm, auch als „Fernmeldeturm 32“  bekannt, ist ein Erbe der untergegangenen DDR. Als Prestigeobjekt zur Versorgung der DDR mit flächendeckendem Fernsehempfang gedacht, begannen die Bauarbeiten am Turm im Sommer 1965. Endgültig in Betrieb genommen werden konnte der Turm im Oktober 1969. Zwar waren die Bauarbeiten somit zügig voran geschritten, doch hatte der Turm am Ende mit knapp 100 Millionen DDR-Mark etwa dreimal so viel gekostet wie ursprünglich veranschlagt.

Fernsehturm Berlin

Nach der Wende wurde die Zukunft des Turms kontrovers diskutiert. Mitunter wurde sogar ein Abriss gefordert, da der Turm viele Menschen an das SED-Regime erinnerte. Andere sahen in ihm dagegen schlicht einen technische Meisterleistung oder einen wichtigen Bestandteil der deutschen Geschichte. Schließlich wurde der Fernsehturm erhalten und unter Denkmalschutz gestellt. Die Telekom übernahm den Turm und ließ ihn in den 90er Jahren aufwändig modernisieren.

Bar und Restaurant im Berliner Fernsehturm

Heute ist der Fernsehturm ein beliebter Anziehungspunkt für den Hauptstadttourismus. Seine Aussichtsplattform zieht in jedem Jahr unzählige Besucher an und erlaubt einen unvergesslichen Blick auf Berlin. Zudem gibt es in der Kuppel eine Bar und ein Restaurant, das sich einmal in der Stunde um die Turmachse dreht. Wer den Ausblick vom Fernsehturm erleben möchte, muss jedoch mitunter lange Wartezeiten am Kartenschalter in Kauf nehmen.

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